Hallo,
Ich habe das Problem, dass Dokumente mit leeren Abschnitten - also ein Art von vorbereiteten Gerüsten - als PDF nicht wie erwartet dargestellt werden.
Zwar lässt sich das Verhalten bei Verwendung der Klassenoptionen verändern, dennoch würde ich gerne wissen woran es liegt, dass in gewissen Fällen z.B. leere Seiten dargestellt werden.
Verwende ich keine Optionen, werden alle Überschriften auf der ersten Seiten gezeigt, was meiner Meinung grundsätzlich korrekt ist.
Möchte ich nun grössere Abstände definieren und ändere die Klasse zu \documentclass[a4paper,parskip]{scrartcl} wird die erste Seite komplett leer angezeigt und in der zweiten Seite erscheinen dann alle Überschriften, wobei diese im unteren Seitenbereich einfach weiterlaufen?! D.h. die Darstellung ist fortlaufen, ohne beim Footer erneut umzubrechen und die letzten Überschriften auf einer dritten Seite anzuzeigen.
Das gleiche passiert auch, wenn ich zwar bereits Text eingefügt habe, aber nicht in allen Abschnitten. Dann ist die erste Seite nicht leer, sondern enthält einen Teil der Überschriften, bricht aber in der Mitte der Seite um, obwohl noch genug Platz wäre für weitere Überschriften.
Was für mich aber ganz seltsam ist, ist die Tatsache, dass dieses Verhalten nicht auf allen Computern gleich ist?! ...obwohl ich jeweils die gleichen Versionen verwende (MikTeX 2.5, TeXnicCenter 1 Beta 7.01).
Woran kann das liegen?
Ich denke mal, das Verhalten mag begründet sein. Nur erscheint es mir leider nicht logisch.
(Wird ein Minimalbeispiel benötigt?)
Danke im Voraus und liebe Grüsse,
nova
Du beschreibst ein normales Verhalten
Überschriften sind normalerweise so definiert, dass LaTeX beauftragt wird, nach ihnen einen Umbruch zu vermeiden. Auch zwischen unmittelbar aufeinanderfolgenden Überschriften soll kein Umbruch stattfinden, weil das normalerweise Überschriften unterschiedlicher Ebenen sind. Eine Sonderbehandlung für Überschriften gleicher Ebene existiert nicht, weil das allenfalls in der Entwurfsphase auftreten kann, also für den Buchsatz unerheblich ist.
Es gibt natürlich eine einfache Lösung für Dein Problem. Du fügst einfach nach jeder Überschrift den Satz: "Hier fehlt noch etwas." ein und schon kann nach diesem Satz umbrochen werden.
Das ganze hat übrigens nicht wirklich etwas damit zu tun, ob Du diese oder jene Option setzt. Die Optionen können aber einen Einfluss auf die vertikalen Abstände haben. Das ist auch unabhängig von KOMA-Script.
Die leere Seite ist auch ganz normal. Du hast einen Text, der höher ist als der Satzspiegel aber nicht umbrochen werden kann. TeX bricht den Text dann komplett auf die nächste Seite um und meldet dies als underfull und overfull \vbox.
So weit ist das auch klar
Hallo Markus,
Danke für die Ausführung. Dies macht auch durchaus Sinn.
Nur erklärt sich damit nicht, weshalb dieses Verhalten client-abhängig zu sein scheint.
Für mich ist auch unklar, weshalb der Umbruch z.B. zwischen Subsection 2.1 (mit anschliessendem Text "text") und Subsubsection 2.1.1 stattfindet, obwohl nach 2.1 noch eine halbe Seite leer bleibt.
Deine Lösung funktioniert natürlich, dass ist bereits mein Workaround. Aber es erklärt für mich eben nicht, weshalb es sich auf anderer Hardware unterschiedlich verhält bzw. wieso gerade an Stelle x umgebrochen wird.
Gibt es sonstige Faktoren, die eine Rolle spielen, welche aber nichts mit dem Inhalt des tex-Files zu tun haben?
Das Verhalten ist von der Hardware unabhängig
Es gab aber mal leider mehrere Bugs in KOMA-Script, die bei Verwendung des color- oder des xcolor-Pakets Umbrüche nach Überschriften mancher Gliederungsebene nicht effektiv verhindert haben. Es kann also von der KOMA-Script-Version abhängen.
Warum an einer konkreten Stelle ein Umbruch stattfindet, kann ich ohne konkretes Beispiel nicht sagen. Wobei ich ehrlich gesagt die Mühe nicht einsehe, dem auf den Grund zu gehen, wenn ich nicht mit der aktuellen KOMA-Script-Version ein Verhalten beobachte, das mich einen Bug vermuten lässt.
Als Hinweis sei nur gegeben: Wenn LaTeX mehrere große Blöcke hat, die für sich nicht umbrochen werden können, dann umbricht es eben zwischen diesen Blöcken, gibt dazu in der Regel eine »underfull \vbox«-Meldung aus und verteilt je nach Einstellung zusätzlich Leerraum oder lässt den Rest der Seite leer. Man kann das leicht mit ein paar
\rule-Anweisungen simulieren.Danke für die Unterstützung
Die Vermutung dass es mit der KOMA-Script-Version zu tun hat, kam mir auch - daher auch meine Frage in diesem Forum.
Ich werde schauen, dass ich die Version, die sich korrekt verhält, auf die anderen Computer kopiere und hoffen, dass dies ausreicht.
Danke für die Hilfe.
Am einfachsten:
Überall die aktuelle KOMA-Script-Version installieren. Zu Version 2.97d gab es die wenigsten Bug-Reports seit Jahren. Das einzige recht häufig gemeldete Problem betraf nur Klassenautoren (
twosideist keine Klassenoption mehr, sondern nur noch eine Option von typearea, was sich aber nur bemerkbar macht, wenn man die Option per\PassOptionsToClassoder per\LoadClassan die KOMA-Script-Klasse, statt per\PassOptionsToPackagean typearea übergeben hat).Kein Unterschied
Mit der Version v2.97d bleibt die Darstellung wie gehabt.
Es treten auch hier weder underfull noch overfull \vbox-Meldungen auf.
Wie auch immer...das Problem lässt sich ja umgehen.
Gruss
nova
Nur um Missverständnisse zu vermeiden
Dass zwischen aufeinanderfolgenden Überschriften kein Seitenumbruch stattfindet ist das korrekte Verhalten.
Das habe isch schon richtig verstanden...
...aber es findet eben ein Seitenumbruch statt.
Minimalbeispiel?
Wo?